English
Espana
Estonia
France
Latvia
Lithuana
Poland
Russia
Ukraine
 
Beratungs-Hotline von 8 – 17 Uhr: +49 (0) 9371 940 174
Beratungs-Hotline von 8 – 17 Uhr: +49 (0) 9371 940 174   
Josera Produkte für Rinder / Ratgeber / Ernährung / Futterkosten sparen in der Milchproduktion

Futterkosten sparen in der Milchproduktion

Kaum eine Branche stand in den vergangenen Jahren vor einem größeren Wandel als die Milchbranche und sie wird auch zukünftig davon betroffen sein.

Sie als Milchviehhalter in Deutschland, aber auch die Kollegen aus ganz Europa, haben momentan einiges auszuhalten. Die schlechten Milchpreise, viel Arbeit, verschärfte Auflagen der Politik und die zum Teil negative Darstellung der Landwirte in der Öffentlichkeit erschweren die tägliche Arbeit und führen zu nachvollziehbaren Zukunftsängsten.

Aktuell gibt es einfach viele Dinge, die Ihnen als Landwirt Sorgen machen. Seit Wochen kämpfen Sie mit sinkenden Milchpreisen, aber auch die fallenden Fleischpreise sind besorgniserregend.

Diese Entwicklung ist leider vom Einzelnen nicht oder nur sehr schwer beeinflussbar. Daher ist es umso wichtiger, einzelne Stellschrauben im eigenen Betrieb zu kennen und an diesen auch zu drehen.

Stellschrauben der Futterkosten

Direktkosten der Milchproduktion

Dabei sind die Grund- und Kraftfutterkosten mit 79 % der gesamten Direktkosten der größte Block. Besorgniserregend ist dabei, dass der momentane durchschnittliche Milchpreis gerade mal die Grund- und Kraftfutterkosten deckt. Die weiteren Kosten, wie zum Beispiel für Strom, Tierarztbesuche etc., sind in der Abbildung 1 sowie der Tabelle 1 aufgeführt.

Tabelle 1 alle anfallenden Kosten in Cent pro Kilogramm Energie-korrigierter Milchmenge (ECM)
Quelle: Rinderreport 2013-2014, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

DirektkostenKosten 2014 (ct/ kg ECM)
Tierzukauf0,68
Grundfutter15,01
Kraftfutter10,30
Tierarzt, Medikamente1,73
Besamung0,65
Wasser, Heizung0,22
Strom1,05
Sonstige Direktkosten1,49
Zinsansatz, Viehkapital0,91
Summe Direktkosten31,40
Davon Futterkosten25,31

Abb. 1: Die Abbildung zeigt den prozentualen Anteil der einzelnen Kostenblöcke an den Direktkosten in allen Betrieben in Schleswig-Holstein im Jahr 2014
Quelle: Rinderreport 2013-2014, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein

Mineralfutterkosten

Tabelle 2 Prozentualer Anteil des Mineralfutters an den Futterkosten

Mineralfutter€/100 kgEinsatz je Kuh u. Tag (€/200g)% der Futterkosten
167,800,142,2%
284,800,172,7%

Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass die Mineralfutterkosten mit 2 – 3 % nur einen sehr geringen Anteil an den Futterkosten haben (Tabelle 2).

Im Vergleich dazu sind die Kosten für Grund- und Kraftfutter deutlich höher, sodass hier auf eine hohe Qualität zu achten ist.
Um die derzeitige Situation auf den Punkt zu bringen - die durchschnittlichen Kosten für die Milchproduktion sind höher als der durchschnittliche Milcherlös. Was kann also getan werden, um diese missliche Situation zu verbessern?

Optimierung der Lebenseffektivität der Kühe

Ein erfolgversprechender Ansatz für eine Verbesserung Ihrer betrieblichen Situation liegt in einer Optimierung der Lebenseffektivität der Kühe - sprich der Lebenstagsleistungen (in kg Milch je Lebenstag). Der Abbildung 2 können Sie entnehmen, dass bei den Kostenbedingungen im Jahr 2010 und unter einem angenommenen Milchpreis von 28,5 ct nur die effektivsten Top 20-Betriebe tatsächlich einen Gewinn erwirtschaften konnten. Daher muss das Bestreben aller Milcherzeuger darin liegen, sich an diesen zu orientieren, um auch bei niedrigen Milchpreisen Geld mit der Milchproduktion zu verdienen.

Abb. 2: Kalkulatorisches Betriebszweigergebnis (€ je Kuh und Jahr) von Herden bei einem Milchpreis von 28,5 ct netto in Abhängigkeit der Betriebsklasse gem. Lebenseffektivtät.
Quelle: LAZ BW, Versuchsbericht Nr. 1 2010

Abb. 3: Kalkulatorisches Betriebszweigergebnis von Kühen mit durchschnittlichen Lebenseffektivitäten in Abhängigkeit vom Milchpreis und der Rasse.
Quelle: LAZ BW, Versuchsbericht Nr. 1 2010

Lebenseffektivität unterschiedlicher Rassen

Die jeweiligen Lebenseffektivitäten verschiedener Rassen können Sie den Abbildungen 4a bis c entnehmen.
Die Lebenseffektivität kann verbessert werden durch:

  • Verkürzung des Erstkalbealters
  • Verlängerung der Nutzungsdauer
  • Steigerung der Milchleistung

Abb. 4a:
Durchschnittliche Lebensleistungen und Milchmengen je Lebenstag bei der Rasse Fleckvieh, Betriebe gestaffelt nach durchschnittlicher Milchmenge je Lebenstag
Quelle: LAZ BW, Versuchsbericht Nr. 1 2010

Abb. 4b:
Durchschnittliche Lebensleistungen und Milchmengen je Lebenstag bei der Rasse Holstein, Betriebe gestaffelt nach durchschnittlicher Milchmenge je Lebenstag

Quelle: LAZ BW, Versuchsbericht Nr. 1 2010

Abb. 4c:
Durchschnittliche Lebensleistungen und Milchmengen je Lebenstag bei der Rasse Braunvieh, Betriebe gestaffelt nach durchschnittlicher Milchmenge je Lebenstag

Quelle: LAZ BW, Versuchsbericht Nr. 1 2010

Wie bereits angesprochen, sind die größten Kostenblöcke in der Milchproduktion dem Grund- und Kraftfutter zuzuweisen. Daher liegt ein weiterer wichtiger Verbesserungsansatz in der Grundfutterqualität. Die Kosten für Grund- und Kraftfutter fallen in jedem Fall an. Dabei spielt es zunächst keine Rolle, von welcher Qualität das Futter ist. Die Futterqualität ist jedoch ein erheblicher Faktor für die Lebenseffektivität der Nutztiere und letztlich für die Wirtschaftlichkeit Ihres Betriebes. Für Sie lohnt es sich daher, qualitativ hochwertiges Grundfutter zu erzeugen. Eine wichtige Komponente ist dabei der Einsatz von Siliermitteln. Mit dem Einsatz von Siliermitteln reduzieren Sie die Verluste in Ihrer Silage und erhalten das wertvolle Eiweiß in der Grassilage.

Ebenso ist es wichtig, den Kraftfuttereinsatz für die Tiere so zu gestalten, dass sie dabei lange gesund und schließlich produktiv bleiben. Je höher der Kraftfuttereinsatz ist, umso höher ist das Risiko von Pansenübersäuerungen und damit weiteren vielfältigen Erkrankungen.

JOSERA DairyPilot ist dabei eine wichtige Ergänzung, indem es einerseits die gefürchtete längerfristige Absenkung des Pansen-pH Wertes vermeidet und andererseits zu einer gesteigerten Futteraufnahme und -verwertung des kostenintensiven und damit wertvollen Futters führt.
Abschließend ist hervorzuheben, dass qualitativ hochwertiges Futter, eine hohe Grundfutteraufnahme und eine optimale Kraftfutterverträglichkeit die Lebenseffektivität der Herde deutlich steigert. Es lohnt sich daher zukunftsorientiert in eine rentable Milch- und Fleischproduktion zu investieren, um ein individuell bestes Ergebnis zu erreichen und schließlich dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben zu können.

Die Lösung bei der Proteinkomponente:
JOSERA Rumi N

Oftmals sind Proteinkomponenten das teuerste Glied in der Kostenkette der Fütterung.

Soja und Raps waren in den vergangenen Jahren immer sehr hoch im Einkauf und werden es in Zukunft auch wohl bleiben. Vergleichbare Proteinkomponenten steigen preislich oftmals parallel zu den Soja- / Rapspreisen, und sind qualitativ nicht vergleichbar.

Was haben wir uns überlegt?

Deshalb haben wir uns bei JOSERA Gedanken gemacht, wie wir unter Berücksichtigung der Tiergesundheit, Futterkosten bei unseren Kunden sparen können. Die Lösung heißt Rumi N – die günstige Protein-Alternative für mehr Milch aus Ihrem Futter.

Was ist Rumi N?

Rumi N ist ein Ergänzungsfuttermittel mit einem gewissen Anteil an Harnstoff. Es können nach einer genauen Rationsberechnung durch einen unserer Mitarbeiter in fast jeder Ration in der Proteinergänzer gefüttert werden, diese z.T. durch Rumi N ausgetauscht werden. Zusätzlich sind hohe Bestandteile an Phosphor und Schwefel in diesem Produkt enthalten

Wie funktioniert das?

Rumi N gelangt über die Aufnahme der Ration in den Pansen. Hier wird der Harnstoff von den Pansenmikroben in Ammoniak abgebaut, welcher den Hauptbaustein für den Proteinaufbau der Pansenmikroben darstellt, das sogenannte Mikrobenprotein stellt die hochwertigste Proteinquelle für die Kuh dar.

Zusammen mit dem UDP bildet das Mikrobenprotein das sogenannte nXP, welches zur Milchbildung und zur Produktion von hochwertigem Milcheiweiß notwendig ist. Voraussetzung für diesen Prozess ist eine ausreichende Versorgung mit Energie.

Wie kann ich jetzt sparen?

Dieser Mechanismus kann gezielt genutzt werden, um teures Eiweißfuttermittel einzusparen und die Ration günstiger zu gestalten.

Zu beachten ist, dass durch die Reduktion von ca. 1 kg Eiweißfutter nicht nur Protein, sondern auch wichtige leistungslimitierende Mineralstoffe wie Phosphor und Schwefel entzogen werden.

Phosphormangel:

  • Verringerte Futteraufnahme
  • Wachstumsstörungen
  • Fruchtbarkeitsstörungen
  • Knochenweiche
  • Verringerte Pansenfunktion

Schwefelmangel:

  • Verringerter Aminosäuregehalt
  • Rückgang der Milchleistung

Über Rumi N werden diese Mineralstoffe wiederrum ergänzt und stehen der Kuh in ausreichender Form zur Verfügung. Der teilweise Ersatz von Proteinfutter erfolgt ohne Verluste. Es sind oft ohne Probleme 1 kg Eiweißfuttermittel einzusparen.

Das tut der Kuh sogar gut!

Es entsteht für den Wiederkäuer ein perfektes und hochverdauliches Proteingefüge, welches optimal zur Milchbildung genutzt wird. Bei einer negativen ruminalen Stickstoffbilanz (RNB) in der Ration wirkt die Zugabe von Rumi N leistungssteigernd. Es kann in diesem Zuge auf hohe Gaben von Proteinkraftfutter verzichtet werden und die Kuh ist in der Lage, anstelle des Proteinkraftfutters eine höhere Mange an Grundfutter aufzunehmen. Gerade zur Zeit der Hitzephase im Sommer, ist dies ein wichtiger Aspekt zur Erhaltung der Tiergesundheit.

Sprechen Sie ihren JOSERA-Händler an. Für eine genaue Bedarfsanalyse stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Das könnte Sie auch interessieren:

 
Ich habe ein anderes Thema gesuchtGar nicht hilfreichWeniger hilfreichEher hilfreichSehr hilfreich (1 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...