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Josera Produkte für Rinder / Ratgeber / Ernährung / Der richtige Einsatz von Mineralfutter – Bedeutung einer scheinbar kleinen Komponente!

Der richtige Einsatz von Mineralfutter – Bedeutung einer scheinbar kleinen Komponente!

Häufig wird über die notwendige Einsatzmenge von Mineralfutter diskutiert bzw. es ist nicht klar, warum und wie diese Mengen zu Stande kommen. Dieser Artikel soll in 5 Schritten den allgemeinen Einsatz von Mineralfutter erläutern und bei der richtigen Anwendung behilflich sein. Für weitere Informationen steht Ihnen Ihr JOSERA Berater gerne zur Verfügung.

Inhaltsverzeichnis

In welcher Art soll Mineralfutter verabreicht werden?

Mineralfutter ist in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Es wird zwischen pelletiertem, losem und Mineralfutter in Form von Leckmassen unterschieden.
Das pulverförmige Mineralfutter ist für die Grundversorgung die beste Variante. Pelletiertes Mineralfutter ist in der Herstellung durch das Pressen in der Regel etwas teurer und es kann unter Umständen durch die Wärme bei der Pelletierung zur Beeinträchtigung einiger Nährstoffe kommen. Leckmassen bieten sich nur für die Ergänzung auf der Weide oder als Zusatz im Stall an. Als Grundversorgung sind diese nicht geeignet, da nicht kontrolliert und gewährleistet werden kann, dass ein Tier die benötigte Menge zu sich nimmt.

Mineralfutter im Kraftfutter?

Es stellt sich die Frage, verabreiche ich das Mineralfutter separat über den Futtermischwagen oder mische ich es in das Kraftfutter ein. Kraftfutterlieferanten bieten bereits fertigmineralisiertes Kraftfutter an. Die Schwierigkeit bei einer Kraftfutter-Mineralfuttermischung ist, die richtige Menge den Kühen zu verabreichen. Nicht jede Kuh braucht die gleiche Menge an Mineralfutter (unterschiedliche Laktation/ Entwicklungsstadien). Auch durch Veränderungen von Futterkomponenten müssen manchmal Anpassungen vorgenommen werden. In einer Fertigmischung ist dies nicht so gezielt möglich, wie mit Einzelkomponenten. So kommt es häufig zu Über- und Unterversorgungen von Mengen und Spurenelementen oder eben an Kraftfutter. Beides kann zu Mehrkosten führen, da neben höheren Fütterungskosten auch unerwünschte Gesundheitsprobleme auftreten können und somit Behandlungskosten anfallen. Grundsätzlich gilt also, dass der separate Einsatz eines pulverförmigen Mineralfutters über den Mischwagen die erste Wahl sein sollte.

JOSERA Rinder im Stall fressend

Das richtige Calcium-Phosphor-Verhältnis!

Es gibt verschiedene Sorten an Mineralfutter was die Ausstattung betrifft. Hier gilt es anhand der Silageanalysen und einer Rationsberechnung, die benötigte Calciummenge zu ermitteln. Calcium ist für die Stabilität von Knochen und Klauen, sowie der Funktion der Muskulatur, für die Fruchtbarkeit und die Eutergesundheit wichtig. Das Verhältnis von Calcium zu Phosphor sollte während der Laktation zwischen 1,5:1 und 2:1 liegen.

Wie stelle ich die richtige Versorgung mit Spuren- und Mengenelementen sicher?

Zu Recht wird sehr viel über unterschiedliche Ausstattungen und vorliegende Bindungsformen gesprochen. Organisch gebundene Bindungsformen, Chelate, Propinate, Glycinate können vom Tier besser umgesetzt werden. Dadurch wird der Genetik einer Hochleistungskuh sowie den gesellschaftlichen Anforderungen, wie Tierwohl und Nachhaltigkeit, Rechnung getragen.
Eine noch größere Bedeutung hat aber die richtige Dosierung. Was nützt es, über die Ausstattung zu diskutieren, wenn die vom Tier benötigten Mengen nicht verabreicht werden? Das kniffelige hierbei sind die Wechselwirkungen der Elemente untereinander (siehe Grafik).

JOSERA Grafik, die die Wechselbeziehung der Elemente zeigt

Dank intensiver Entwicklungsarbeit ist der richtige Einsatz von JOSERA Mineralfutter sehr anwenderfreundlich, da die Mengen und Spurenelemente im ausgewogenen Verhältnis zu einander stehen. Die zu fütternde Menge richtet sich u. A. nach der Milchleistung und der Futteraufnahme. Hier gibt es je nach Mineralfuttersorte zwei unterschiedliche Dosierungsstufen (auf jedem Sack erkennbar) und kann einfach an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst werden.

JOSERA Einsatzempfehlung 10 g/kg TM
JOSERA Einsatzempfehlung 15 g/kg TM

Anpassung während der Laktation!

Die Dosierungsstufen zeigen es bereits an, die benötigte Menge an Wirkstoffen ist von der Leistung abhängig. Niedrigere Leistungen erfordern weniger Mineralfutter. Da die Leistung parallel mit der Futteraufnahme verläuft, regelt sich die aufgenommene Menge praktisch von selbst, wenn entsprechend der Fütterungsempfehlung gefüttert wird. Bei kranken Tieren oder in enormen Stressphasen, z.B. heiße Sommermonate, ist es sinnvoll, die gefütterte Menge etwas zu erhöhen.

 

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