English
Espana
Estonia
France
Latvia
Lithuana
Poland
Russia
Ukraine
 
Beratungs-Hotline von 8 – 17 Uhr: +49 (0) 9371 940 174
Beratungs-Hotline von 8 – 17 Uhr: +49 (0) 9371 940 174   
Josera Produkte für Rinder / Ratgeber / Ernährung / Hitzestress bei Rindern

Hitzestress bei Rindern

Im Sommer kommen wir Menschen häufig ins Schwitzen. Doch wie kommen eigentlich unsere Tiere damit klar?
Lesen Sie in diesem Artikel mehr über das Thema Hitzestress bei Rindern.

 

Symptome einer Kuh bei Hitzestress

Kühe präferieren niedrige Temperaturen. Die absolute Wohlfühltemperatur der Kuh liegt zwischen -5 bis + 15°C. 

Leider wird diese Temperatur im Sommer häufig überschritten. Aber wie kann ein Betriebsleiter seinen Tieren diese Zeit erträglicher gestalten?

Steigende Temperaturen belasten den Stoffwechsel enorm. Noch schlimmer wird es wenn diese mit hoher Luftfeuchtigkeit einhergehen. Je wärmer es wird, desto schwieriger wird es für die Kuh (vor allem für die hochleistende) die Wärme direkt über die Haut abzugeben. Eine definierte Grenze, ab wann Hitzestress beginnt, gibt es nicht.

Zu den ersten Symptomen von Hitzestress gehört das „pumpen“ der Tiere sowie die gesteigerte Atemfrequenz, dies kann sich verstärken bis hin zu starkem Hecheln mit langestreckten Hals und geöffnetem Maul.

Was passiert bei Hitzestress?

Hitzestress führt zu:

  • einer reduzierten Futteraufnahme der Kuh
  • einer zeitlich verzögerten sinkenden Milchmenge
  • zurück gehenden Milchinhaltsstoffen
  • einer schlechten Fruchtbarkeit
  • schleichenden Stoffwechselstörungen
  • Gesundheitsproblemen wie Klauenrehe und Mastitis

Gerade in Zeiten des Energiedefizits, in denen große Energielücken bestehen, folgt einer reduzierten Futteraufnahme zudem oftmals eine Ketose. Neben den schon erwähnten Folgen wird dabei auch die Leber sehr stark belastet und kommt an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit oder muss diese sogar überschreiten.

Erfahrungsgemäß wird versucht, die verringerte Futteraufnahme durch eine Erhöhung der Energiedichte auszugleichen, meist zu Lasten einer ausreichenden Faserversorgung. Eine vermehrte Aufnahme von Stärke und Zucker erhöht das Risiko einer Acidose. Die Wiederkauaktivität sinkt, die Speichelbildung wird gehemmt und in Folge dessen fällt die Pufferkapazität des Pansens ab.

Eine Acidose kann weitere Probleme mit sich bringen. Durch den Abfall des pH-Wertes im Pansen verschiebt sich die Pansenmikrobiota. Es entstehen vermehrt Enterotoxine. Diese verteilen sich über die Blutbahn im Körper und können unter anderem zu Klauenrehe führen.

Was kann ich als Landwirt gegen Hitzestress tun?

Die beste Möglichkeit den Kühen den Sommer so angenehm wie möglich zu gestalten, ist ein durchdachtes Zusammenspiel aus Fütterungstechnik, Management und der Ration.

Wasser. Das A und O ist eine gute Wasserversorgung. Hierbei setzt sich der Bedarf an Wasser zusammen aus

  • der Umgebungstemperatur,
  • dem Wassergehalt des Futters,
  • der Futtermenge und –struktur,
  • sowie dem Leistungsniveau des Tieres.

Orientieren sollte man sich an den leistungsstärksten Kühen und den höchsten Jahrestemperaturen.
Der Wasserbedarf beträgt 4-5 Liter pro Kilogramm Trockenmasseaufnahme und kann im Hochsommer bis zu 180 Liter Wasser pro Kuh betragen.

Den Tieren sollte frei zugängliches, klares Wasser ohne Beigeschmack und in Hitzeperioden extra Tränkeplätze für rangniedere Tiere angeboten werden.

Haltung.

  • Bei Weidehaltung
    • Sorgen Sie für ausreichend Auslauf im Schatten, denn direkte Sonneneinstrahlung belastet die Kühe
    • Der Weideaustrieb sollte am Morgen und/oder am Abend erfolgen, wenn es kühler ist
  • In Ställen Fördern Sie den Luftaustausch durch geöffnete Fenster und Tore
    • Setzen Sie Ventilatoren oder Wassersprüher ein
    • Vermeiden Sie eine Überbelegung

Fütterung.

Die Futteraufnahme muss aufrechterhalten werden.

  • Ration: Wichtig ist der ausreichende Einsatz von strukturwirksamer Faser zur Erhaltung des pH-Werts des Pansens. Steigt die Trockenmasse der Ration aufgrund der Austrocknung der Siloanschnittsfläche oder auf dem Futtertisch, ist über den Einsatz von Wasser nachzudenken.
  • Futtervorlage: Einmalige Fütterung sollte in den kühlen Abendstunden standfinden. Eine mehrmalige Futtervorlage und ein häufiges Nachschieben besitzen einen positiven Effekt auf die Aufnahme. Vor allem bei automatischen Melksystemen besteht das Risiko einer mangelhaften Aufnahme des Grundfutters. Hier sollte die Kraftfuttermenge am Roboter bzw. auch an Automaten verringert werden.

Welche Empfehlung gibt JOSERA?

Anhaltender Hitzestress schwächt das Immunsystem und erhöht die Anfälligkeit für entzündliche Prozesse. Die Häufigkeit von Erkrankungen wie Klauenrehe und Mastitis steigen.

In der Ration sollte die Nährstoffdichte aufgrund der reduzierten Futteraufnahme erhöht werden. Dabei ist unbedingt auf eine ausreichende Faserversorgung zu achten. Das geschwächte Immunsystem sollte gerade in Stresssituationen gestärkt und die knappen Nährstoffe möglichst effizient verwertet werden.
JOSERA DairyPilot schlägt hier mehrere Fliegen mit einer Klappe. JOSERA DairyPilot stabilisiert oder erhöht die Futteraufnahme- und vewertung und stärkt die Abwehrkraft gegen entzündliche Prozesse und Hitzestress.

Zudem kann JOSERA Frischhaltekonzentrat helfen: Zur Stabilisierung einer feuchteren Ration bei hohen Temperaturen empfiehlt sich der Einsatz stabilisierender Komponenten, wie JOSERA Frischhaltekonzentrat. Denn eines ist sicher, von einer warmen Ration wird noch weniger gefressen.

Fazit:
Frisches Wasser, eine optimierte Haltung, die richtige Rationszusammensetzung, eine durchdachte Futtervorlage sowie der stärkende Einsatz von JOSERA DairyPilot sorgen dafür, dass Ihre Kuh auch die wärmsten Tage des Sommers ohne Leistungseinbußen übersteht.

Sie haben weitere individuelle Fragen zum Thema Hitzestress oder suchen einen JOSERA Großhändler in Ihrer Nähe? Dann schreiben Sie uns einfach über das Kontaktformular. Wir helfen gerne weiter.